RoHS-Screening mittels RFA

Die RoHS-Richtlinie (EU-Richtlinie 2011/65/EG oder kurz RoHS II) verlangt von Herstellern und Inverkehrbringern elektrischer und elektronischer Geräte die Einhaltung von Grenzwerten für Blei, Cadmium, Quecksilber, sechswertiges Chrom und Polybromierte Biphenyle/ Polybromierte Diphenylether (Pb, Cd, Hg, Cr-VI, PBBE/PBDE). Der Gesetzgeber fordert aber nicht nur den Nachweis der RoHS Konformität am Konstruktionsmuster, sondern verlangt auch die Wahrung der Sorgfaltspflicht in der Produktion.

Gemäß DIN EN 62321 wird hierfür das Screening mittels Röntgenfluoreszenzanalyse (RFA) ausdrücklich empfohlen. Die RFA bietet dabei eine unvergleichliche Kombination von Praxistauglichkeit und Geschwindigkeit bei gleichzeitig kostengünstiger Einzelmessung. Firmen können mit dieser Methode schnell und einfach ihre oft unübersichtlichen Fremdzertifikate durch eigene Stichproben im Wareneingang und an Lagerbeständen ergänzen. Dadurch lässt sich ein deutlicher Gewinn an Sicherheit erreichen.
Die RoHS- Messung selbst geschieht in Sekunden und ist ohne aufwändige Laborausbildung durchführbar. Eine einfache Bedienphilosphie mit Ampelsystem vereinfacht die Bewertung der Ergebnisse.

An großen Bauteilen kann die handgehaltene RFA Pistole von analyticon ohne aufwändige Demontage direkt eingesetzt werden. Für kleinere Teile empfiehlt sich die komfortable Möglichkeit des stationären Betriebs in einer Probenkammer.
Qualitätssicherung mittels RFA-Screening ist die Methode der Wahl zur Sicherung der RoHS-Konformität in der Elektronik-Fertigung.

Auch in Prüflaboren wird die RFA als unerlässliche Methode zum vorab-Screening eingesetzt. Dies führt bei RoHS-Analysen zu einer erheblichen Steigerung der Wirtschaftlichkeit, Die Anzahl zeitaufwändiger, teurer, nasschemischer Untersuchungen kann erheblich reduziert und gezielt nur dort eingesetzt werden, wo sie wirklich notwendig sind.