Kunst und Archäometrie

Vor-Ort-Analyse in Museen, Sammlungen und bei archäologischen Grabungen

Portable RFA- und FTIR-Spektrometer sind ideale wissenschaftliche Reisebegleiter. Mit dem Labor in der Hand können Wissenschaftler Metalle, Materialzusammensetzungen und Elemente dort analysieren, wo Artefakte nicht bewegt oder nicht ausgeführt werden dürfen. Auch Schadstoffbelastungen lassen sich unmittelbar vor Ort detektieren.
Die Ergebnisse sind sofort verfügbar. So können die Messstragien vor Ort flexibel den Bedürfnissen angepasst werden. Dies ist ein unschätzbarer Vorteil, wenn eine Rückkehr zur Messstelle vielleicht nicht möglich ist.

Vorteile der Methode:

  • Zerstörungsfrei
  • Sofortige Ergebnisse
  • Netzunabhängiger Akkubetrieb
  • Umfangreiches Zubehör für den Feldeinsatz
  • Extrem schnell
  • Ideal für eine große Anzahl von Proben

Das portable Röntgenfluoreszenzspektrometer XL3 hybrid und das handgehaltene FTIR 4300 ergänzt die etablierten Labor-Methoden zur Element-, Molekuar-, Spuren- und Isotopenanalyse.

Einsatzgebiet Archäologie

  • Keramik- Ton und und Glasscherben hinsichtlich Element-Fingerprint auf Herkunft gruppieren, Proben und Objekte für weitere Gruppierung gezielt auswählen
  • Metall-Artefakte bereits bei der Grabung oder nach der Blockbergung z.B. als Gold oder Bronze identifizieren
  • Typische Metallspuren in Böden oder Schlacken als Hinweis auf frühzeitliche Schmelzöfen finden
  • Phosphor und Calcium als Spuren einer frühzeitlichen Besiedlung in der Fläche lokalisieren

Einsatzgebiet Kunst- und Kulturgüter

  • Herstellungstechnik: Fragen klären wie: "Ist das Objekt massiv oder vergoldet?"
  • Altersbestimmung: Indirekte Datierung nach verwendeten Pigmenten und Materialien.
  • Authentizität: Typische Materialien und Spuren-Elemente oder verwendete Pigmente untersuchen.
  • Provenienz: Die Werkstatt über die typischen verwendete Materialien oder Pigmente zuordnen.
  • Konservierung und Restaurierung: Verwendete Materialien und Pigmente identifizieren, Materialien zur Restaurierung überprüfen, Belastung mit Schwermetallen (Pb, As, Hg) und Chlor (wie Insektizide) erkennen.

Anwendungsbeispiele und weiterführende Literatur

  • Vor-Ort-Analysen an frühneuzeitlichen Schnittgläsern
  • Messung der Phosphatverteilung in einer bronzezeitlichen Siedlung in Lossow/Oder (Link)
  • Chemisch-mineralogische Untersuchung der Geoglyphen von NASCA in Peru (Link)
  • Naturwissenschaftliche Analysen vor- und frühgeschichtlicher Keramik Helfert-Boehme
  • Der Niton-Analysator in der Archäometrie
  • Vorträge Archäometrietagung Bochum 2010