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Effizienz in der Asbest-Erkennung: Smarter Handscanner unterstützt bei kritischen Entscheidungen

Handheld-NIR-Scanner bietet mehr Arbeitssicherheit und Prozesseffizienz

PRESSEMITTEILUNG

© PAS Scientific

 

Asbesthaltige Materialien stellen Recyclingbetriebe, Abbruchunternehmen und Entsorgungsanlagen vor große Herausforderungen. Falsche Einschätzungen können hohe Kosten, Verzögerungen im Betriebsablauf sowie erheblichen Risiken für Mitarbeitende und Umwelt auslösen. Mit dem ASBpro stellt analyticon instruments nun eine mobile Lösung vor, die ein schnelles und zerstörungsfreies Asbest-Screening direkt vor Ort ermöglicht.

Der ASBpro ist ein handgehaltener Nahinfrarot‑Scanner (NIR), der verdächtiges Material in weniger als zehn Sekunden analysiert. Das Ergebnis wird eindeutig als PASS/FAIL angezeigt und erlaubt eine unmittelbare Einschätzung des Asbestrisikos. Eine aufwendige Probennahme oder das Warten auf Laborergebnisse kann in vielen Fällen entfallen.

Sicheres Screening bei Anlieferung und Vorsortierung

Asbestmessung ASBpro Smartphone Set
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Aufgrund seiner hervorragenden technischen Eigenschaften, insbesondere im Brandschutz, war Asbest über Jahrzehnte hinweg ein unverzichtbarer Baustoff. Erst als seine erheblichen Gesundheitsgefahren erkannt wurden, wurde die Verwendung des Silikatmaterials in Deutschland in den 1990er Jahren und in der gesamten Europäischen Union im Jahr 2005 verboten. Bis dahin fand das Material in Form asbesthaltiger Baustoffe in Millionen von Gebäuden Verwendung. In Dach- und Fassadenplatten, Bodenbelägen, Putz- und Spachtelmassen oder Brandschutzplatten schlummert die unsichtbare Gefahr bis heute. Aber auch in Brücken und industriellen Anlagen ist Asbest zu finden. Vor allem im Zuge von Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen sowie beim Rückbau und Abriss wird das Risikomaterial zum Problem. Dabei entsteht nicht nur ein akutes Risiko vor Ort, sondern es entsteht auch die Notwendigkeit, asbesthaltige Abfälle sachgerecht zu entsorgen.

Um sich die Dimensionen des Problems vor Augen zu führen, lohnt ein Blick auf einige Zahlen: Zwischen 1950 und 1985 wurden mehr als vier Millionen Tonnen Asbest nach Deutschland importiert. Heute sind schätzungsweise noch mehr als 35 Millionen Tonnen asbesthaltiges Material verbaut.¹⁾ Schätzungen zufolge werden aktuell in Deutschland pro Jahr mehrere hunderttausend Tonnen asbesthaltiger Abfälle entsorgt.²⁾ Alle mit der Handhabung dieser Abfälle verbundenen Prozesse gehen mit einem hohen Gesundheitsrisiko einher und verursachen einen hohen Aufwand und Kosten – vom Abriss bis zur langfristig sicheren Lagerung. Eine zentrale Herausforderung dabei ist die zuverlässige Erkennung einer Asbestbelastung.

Früherkennung schützt die Gesundheit und reduziert Kosten

Asbest in Baustoffen ist allein durch eine Sichtprüfung kaum erkennbar. Daher sind eine professionelle Gebäudeerkundung, eine Materialbewertung und in den meisten Fällen eine Laboranalyse unverzichtbar. Gebäude, die vor 1993 errichtet wurden, gelten heute grundsätzlich als asbestverdächtig. Werden im Vorfeld von Baumaßnahmen durch Sachkundige typische asbestverdächtige Bauteile wie Faserzement-Dach- und Fassadenplatten identifiziert, erfolgt üblicherweise die Entnahme einer Materialprobe und eine anschließende Laboranalyse. Die Laboranalyse erzeugt jedoch zusätzliche Kosten und verzögert den Fortschritt der Bau- oder Abrissmaßnahmen um Tage oder sogar Wochen.

Entsorgungsbetriebe stehen vor dem gleichen Problem: Das Aussortieren asbesthaltiger Abfälle ist im Rahmen der Recyclingprozesse eine besonders anspruchsvolle Aufgabe. Da eine reine Sichtprüfung des Haufwerks keine verlässliche Einschätzung einer Asbestbelastung ermöglicht, können sich Verantwortliche nicht allein auf eine bei der Einlieferung vorhandene Deklaration verlassen. Bei Privatanlieferungen kann zudem in der Regel gar keine Deklaration vorgenommen werden. Im Verdachtsfall müssten eigentlich auch hier Materialproben entnommen und Laboranalysen durchgeführt werden. Da dies jedoch mit Aufwand, Verzögerung und Kosten verbunden ist, wird das Asbest-Problem in der Praxis oft nicht mit der gebotenen Sorgfalt behandelt.

Handheld-Scanner ASBpro: Zuverlässige Einschätzung in wenigen Sekunden

Immer dann, wenn zumindest der begründete Verdacht besteht, es mit asbesthaltigen Materialien zu tun zu haben, führte bisher kaum ein Weg an einer Laboranalyse vorbei. Mit dem Nahinfrarot-(NIR)-Scanner ASBpro bietet der Experte für innovative mobile Analysegeräte analyticon instruments aus Rosbach v. d. Höhe für viele Fälle in unterschiedlichsten Anwendungen eine praktische und zuverlässige Alternative. Der nur 150 Gramm schwere und 82 mm x 66 mm x 44 mm große Scanner arbeitet in Verbindung mit einem Smartphone und erkennt innerhalb weniger Sekunden Asbestbelastungen. Auf Grundlage einer simplen PASS/FAIL Ergebnisausgabe über das Smartphone kann der Nutzer vor Ort entscheiden, wie mit einem Material weiter verfahren werden muss. Hierbei handelt es sich um ein LAGA M23 (11/2022) konformes Messverfahren, das eine schnelle und zuverlässige Einstufung als asbesthaltig ermöglicht. Zuverlässig als asbesthaltig bestätigte Bauteile können ohne weiterführende Laborprüfung einer fachgerechten Entsorgung zugeführt werden.

Wichtig: Da die NIR-Methode Nachweisgrenzen im einstelligen Prozentbereich hat, müssen NIR-negative Ergebnisse ggf. weiterhin mit der klassischen Labormethode getestet werden. Die Stärke der Methode liegt also in der Positivbefundung, sowie in der Negativbefundung von Materialien mit bekanntermaßen hohen Asbestgehalten (z. B. Faserzementplatten).

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Durch den Einsatz des ASBpro auf Baustellen oder in Recycling- und Entsorgungsbetrieben kann das Handling zuverlässig positiv geprüfter Baustoffe und Abfälle deutlich optimiert werden. Zeigt der Scan eine Asbestbelastung, können alle erforderlichen Maßnahmen für einen sicheren Abbau, Transport, Lagerung und Entsorgung getroffen werden, ohne dass erst eine riskante Probenentnahme durchgeführt werden muss. Der Zeitaufwand und die Kosten für Laborproben entfallen bzw. beschränken sich auf eine eventuell erforderliche Bestätigung der Asbestfreiheit bei  einem Negativbefund durch den ASBpro. Die Zahl der regelmäßig erforderlichen Laboranalysen kann damit deutlich reduziert werden.

Der ASBpro unterstützt Anwender darüber hinaus bei der Prozessdokumentation: Die offline nutzbare Smartphone-App speichert Messergebnisse automatisch inklusive Spektrum, Probenfoto und Messdaten. Auf dieser Grundlage wird ein ausführlicher PDF-Bericht erstellt, der als Basis für weitere interne Prozesse und die projektrelevante Kommunikation dient.
Die Einsatzmöglichkeiten des Handheld-NIR-Scanners ASBpro beschränken sich dabei nicht auf Abrissprojekte oder Recycling- und Entsorgungsbetriebe. Dank der einfachen und schnellen Bedienung können Bestandsobjekte in kürzester Zeit vollständig geprüft und dokumentiert werden, um so zukünftige Sanierungsprojekte bedarfsgerecht zu planen, zu beschleunigen und abzusichern. Möglich ist auch ein Einsatz unter akuten Gefährdungslagen, zum Beispiel nach Brandereignissen oder Havarien, durch die Asbest freigesetzt worden sein könnte. Selbst Laborbetriebe können ihre Logistik bei der Probenvorsortierung mit dem ASBpro nachhaltig optimieren.

Quellen:

1) https://www.baua.de/DE/Themen/Chemikalien-Biostoffe/Gefahrstoffe/Informationsportal-Asbest/Asbest

2) https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/07/PD25_272_321.html